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20.9.26 Woran scheitern Beziehungen wirklich? Und wie viel Krise erträgt eine Beziehung? Diese 4 Merkmale geben Orientierung

 

Scheitern ist ein Schreckgespenst! Wir alle wollen Erfolg haben: In unseren Beziehungen, im Beruf, überall. Das ist verständlich. Denn wir verbinden Scheitern mit etwas eindeutig Schlechtem. Scheitern ist Versagen, es ist das, was wir auf keinen Fall wollen.

Was, wenn wir Scheitern auch anders betrachten könnten?

Was wenn wir nach Momenten des Scheiterns die Weichen in unserem Leben auf eine Art neu stellen könnten, die ohne die Erfahrung des Misserfolgs gar nicht möglich gewesen wäre?

Was, wenn Scheitern einen Schatz birgt, den es zunächst nicht preisgibt, der aber bei näherer Betrachtung hervorscheint?

Wenn wir im Herbst die Bäume anschauen, dann «scheitern» die meisten. Sie verändern sich. Die Blätter verfärben sich, verdorren und fallen schliesslich ab. Haben die Bäume versagt? War ihre Pracht im Sommer umsonst?

Wenn Paare sich trennen, haben sie oft das Gefühl, sie hätten versagt, ihre Beziehung sei gescheitert oder gar umsonst gewesen. Es sei ein grundlegender Fehler gewesen, diesen Mann/diese Frau überhaupt zu heiraten.

In meiner Praxis rate ich Paaren, die ihre Trennung im Guten vollziehen möchten, den Wert der Beziehung, die einmal war, auch während und nach der Trennung hochzuhalten. Nur weil eine Beziehung zu Ende gelebt ist, heisst es noch lange nicht, dass sie nie gut war, umsonst war oder es gar ein grundlegender Fehler war, sie jemals einzugehen.

Sie war gut. Sie hatte ihren Sinn und ihren Wert, denn sonst wären wir sie nicht eingegangen. Damals gab es etwas Wichtiges, was uns zu diesem Menschen hingezogen hatte. Unbewusst, aber zielsicher. Es gab etwas zu erfahren und etwas zu lernen. Selbst wenn es jetzt zu Ende ist und wie ein welkes Blatt von mir abfallen möchte, war es dennoch nicht falsch oder umsonst, es einst zu beginnen.

Die Beziehung hatte ihre Zeit und in der Zeit war sie richtig. Denn ich habe sie gewählt und gelebt. Es kann sein, dass jetzt der Moment ist, wo sie zu Ende gelebt ist.

Eine stimmige «Formel», die ich bei Trennungen aller Art (von ArbeitskollegInnen, FreundInnen, Liebesbeziehungen) immer wieder für mich angewandt habe, ist Folgende:

 

«Ich bin dankbar für das Schöne, das ich in unserer Beziehung erleben durfte. Ich nehme die Essenz davon in mein Herz auf. Beim Schwierigen übernehme ich die Verantwortung für meinen Anteil und überlasse dir deinen Anteil».

 

Diese Formel beinhaltet alles Wesentliche. Sie kann bei einer Trennung angewendet werden, macht aber auch in einer laufenden Beziehung durchaus Sinn (in der Gegenwart formuliert).

 

Es gibt viele Möglichkeiten, sie praktisch anzuwenden:

 

  • Schreibe sie auf ein Blatt Papier, lese sie für dich alleine laut vor, fühle ihre Essenz und verbrenne sie dann.
  • Schreibe sie in einem respektvollen Brief an den Menschen, von dem du dich verabschieden möchtest.
  • In einer laufenden Beziehung: Mach dir diese Formel immer wieder bewusst. Benenne sie in einem respektvollen Gespräch mit deinem Gegenüber.

 

Woran scheitern denn unsere Beziehungen wirklich?

 

 

So komplex die Gründe auf den ersten Blick auch immer erscheinen mögen: Letztlich lässt sich das Scheitern auf ein paar wenige Grundzüge verdichten.Eine Beziehung kann dann nicht mehr auf lebendige, konstruktive und ehrliche Weise weiterbestehen, wenn:

  1. Einer oder beide Partner ihre eigenen Baustellen nicht sehen wollen.
  2. Einer oder beide Partner ihre Anteile an den Schwierigkeiten zwar sehen, aber keine Verantwortung dafür übernehmen wollen.
  3. Einer oder beide Partner sich bei Stress und Spannungen nicht immer wieder selbst beruhigen und ins Lot bringen können.
  4. Sich die Interessen der beiden so weit auseinanderentwickelt haben, dass kaum mehr ein gemeinsamer Nenner gefunden werden kann und auch keine Motivation mehr dafür vorhanden ist.

Wenn einer oder alle dieser Punkte langfristig bestehen und keine Aussicht auf Veränderung da ist oder herbeigeführt werden will, dann kann es eine gute Möglichkeit sein, die Beziehung in Frieden zu beenden. Sie ist dann nicht gescheitert, sondern zu Ende gelebt.

Es gibt Platz für Neues. In Dankbarkeit für das, was war.

 

Wie viel Krise erträgt eine Beziehung?

 

 

Die gute Nachricht vorweg: Eine Beziehung erträgt grundsätzlich viel Krise und grosse Krisen! Gerade wenn die vier weiter oben genannten Punkte im positiven Sinne erfüllt sind, erträgt eine Beziehung enorm viele Krisen. Das weiss ich aus meiner mittlerweile mehr als 30 jährigen Beziehung und Ehe und aus über einem Jahrzehnt Begleitung von Paaren.
Wenn ich die letzten vier Punkte ins Positive drehe, dann habe ich die wichtigsten Voraussetzungen, die eine Beziehung braucht, um selbst heftigste Stürme nicht nur zu überleben, sondern  auch daran zu wachsen und zu reifen:

 

 

  1. Wir sehen beide unsere je eigenen Baustellen. Wir haben zwar unsere blinden Flecken, sind aber beide immer wieder von Neuem bereit, unsere Muster anzuschauen.
  2. Beide übernehmen die Verantwortung für ihren Anteil an den Schwierigkeiten in der Beziehung. Beide sind bereit, an ihren alten Mustern und Prägungen zu arbeiten. Dies bei Bedarf mit Hilfe einer Fachperson.
  3. Beide kennen Wege, sich selbst bei Spannungen zu beobachten, ihre Gedanken, Gefühle und ihr Verhalten zu erkennen und sich eigenständig wieder zu beruhigen. Beide sind bereit, echt zu verzeihen und neu anzufangen. Denn Fehler und gegenseitige Verletzungen (damit ist weder Gewalt noch Missbrauch gemeint), sind in einer langjährigen Beziehung unvermeidbar.
  4. Langfristig gesehen gibt es immer wieder gemeinsame Interessen, gemeinsame Projekte oder gemeinsame Visionen und die Energie, diese zu verfolgen.

Es ist fast keine Krise unüberwindbar, wenn diese vier Punkte erfüllt sind.

Wenn wir unsere Beziehung mit ihrem Scheitern und ihren Schwachpunkten immer wieder von neuem als Chance betrachten können, uns selbst und unserem Gegenüber noch direkter und ehrlicher in die Augen zu schauen, dann ist kein Weg zu weit und kein Hindernis zu hoch.

 

In meiner Kursreihe «Kraftvoll Frau-Sein» gehen wir in vier Modulen durch alle wesentlichen Punkte hindurch.

 

 

  1. Wir erkennen unsere Mutter-Prägungen, lösen uns davon und werden frei für unsere eigene Art der Fürsorge und Mütterlichkeit.
  2. Wir werden eigenständig und unabhängig von ständiger Bestätigung. Wir beruhigen und stabilisieren uns selbst.
  3. Wir beleuchten unsere Beziehungsmuster aus verschiedenen Blickwinkeln und erkennen unsere Beziehungsfähigkeit und unsere sinnliche Natur.
  4. Wir stoppen das Sorgenkarussell und treten ein in eine grössere Weitsicht, Weisheit und Stille.

 

Jedes Modul steht für sich und es ist jederzeit möglich, einzusteigen, oder auch nur an einem einzigen Modul teilzunehmen. Alle vier Module ergänzen und nähren sich gegenseitig.

In der dunkleren Jahreszeit ist die Tendenz oft stärker, sich im Grübeln und im Sorgenkarussell zu verlieren. Es ist dann die Zeit, nach innen zu schauen und tiefer in die Kraft der Weisheit und Weitsicht einzutauchen, als dies im Alltag möglich ist. Wenn wir das gemeinsam in einer sorgfältig geführten Gruppe tun, ist es besonders wirkungsvoll.

 

Dem geben wir Raum am 14.11. im Modul 4.

 

Im Modul vom 14.11. geht es auch darum, mich in meiner Ganzheit anzunehmen. Dazu gehören meine Erfolge und mein Scheitern. Denn inneren Frieden, Weitsicht und Weisheit finde ich nur, wenn ich mein Scheitern, mein Versagen, meine Schattenseiten nicht ständig verdrängen und unterdrücken muss.

 

Alles darf nebeneinander da sein. So kann ich loslassen und vertrauen. Denn ich muss nicht perfekt sein. Meine Beziehung muss nicht perfekt sein. Ich darf immer mal wieder scheitern, die Weichen neu stellen und gestärkt mit neuen Erkenntnissen weitergehen.

 

 

 Melde dich an für Modul 4 am 14.11. 26. Frühbucherrabatt noch bis am 3.10.26

 

Mehr Infos und Anmeldung hier

Die Daten für den neuen Zyklus 2027 von «Kraftvoll Frau-Sein» stehen bereits. Wenn du den Zyklus als Ganzes buchst, profitierst du von einem grossen Rabatt. Du kannst den Zyklus mit jedem Modul – also auch mit Modul 4  – starten.

 

Modul 1 am 6.3.27:  «Ich und meine Mutter: Bindung klären, frei werden –    die Urkraft der Mutter»

 

Modul 2 am 29.5.27: «Unabhängig von äusserer Bestätigung – die Kraft der Amazone/Kriegerin»

 

Modul 3 am 4.9.27: «Beziehungsfähigkeit und Sinnlichkeit – die Kraft der Liebenden»
Modul 4 am 14.11.26 und 27.11.27 : «Sorgenkarussell stoppen – die Kraft der Weitsicht und Weisheit»

Mehr Infos und Anmeldung hier

Wenn du unsicher bist, ob du dich an einen Workshop anmelden sollst:  Lass uns sprechen. Buche dir hier ein kostenfreies Telefongespräch mit mir, damit du in aller Ruhe spüren kannst, ob das etwas für dich ist.

Jedes Modul steht für sich selbst und ist einzeln buchbar. Jede Frau ist von Herzen willkommen in dem Kreis. Ganz egal, ob du schon einmal da warst, oder ob du neu dazukommst. Du wirst nicht „die Neue“ sein, du gehörst von Anfang an dazu und wirst herzlich aufgenommen.

 

Auch wenn es vielleicht ein wenig Mut braucht, das gehört dazu und zahlt sich aus. Es ist jetzt die Zeit, wo wir Frauen ein ganz neues Miteinander erleben dürfen. Das kommt uns zugute, unseren Kindern, und nicht zuletzt auch den Beziehungen zu unseren Männern.

 

Mehr Infos und Anmeldung hier

Mein Vortrag zur folgenden Thematik ist für Gruppen, Frauenkreise, Vereine, buchbar. Dauer: 30 bis 60 Minuten. Mehr Infos dazu direkt bei mir.

 

Vortrag:
„Welche Kraft lebt gerade in dir?

Ein inspirierender Einblick in die 4 weiblichen Kräfte nach Toni Wolff – und warum in verschiedenen Lebensphasen oft ganz unterschiedliche Seiten in uns sichtbar werden.“

 

Mich interessiert deine Meinung! Antworte mir auf dieses Mail und teile mit mir deine Erfahrungen, deine Fragen, deine Ansichten zur besprochenen Thematik. Das würde mich freuen!

 

In Liebe
Anne-Katrin

 

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Die Impulse erscheinen auch regelmässig auf meinem Whatsapp-Status. Falls du diesen nicht sehen kannst und es gerne möchtest, schicke mir eine Nachricht auf Whatsapp (+41 79 103 63 31), dann füge ich dich in meine Kontakte ein.

 

Erfahrungsbericht aus Modul 3 der Kursreihe „Kraftvoll Frau-Sein“ vom 12.9.26

 

 

Mein Name ist Daniela (50 j.)
Ich habe am Workshop von Anne-Kathrin teilgenommen. Wir waren eine Runde wunderbarer Frauen. Ich habe mich vom ersten Moment an wohl und getragen gefühlt.
Anne-Kathrin hat den Tag wunderbar gestaltet. Es war eine tolle Abwechslung zwischen Bewegung und Stille.
Das Tanzen hat mich sehr in meine Mitte gebracht, ich war ganz bei mir, fühlte meinen Körper und meine Gefühle durften fliessen. Die Gedanken waren endlich einmal still.
Nach der Bewegung konnten wir vorbereitete Fragen, passend zum Thema für uns beantworten (Selbstreflektion). Anschliessens durften (freiwillig) wir das Geschriebene erzählen. Für mich war es sehr befreiend und obwohl es auch Mut kostet sich in seiner Verletzlichkeit zu zeigen, birgt es soviel Heilung in sich, sich mitzuteilen und zu spüren: ich bin nicht allein, ich werde getragen. Voller Verständnis und Mitgefühl. Vielen Dank dafür!
Ich kann jeder Frau empfehlen, sich auf diesen Weg zu begeben. Habt Mut, wagt den Schritt, es lohnt sich!
Vielen Dank Anne-Kathrin für den Rahmen, deine Energie und dein Herz.

Mehr Erfahrungsberichte findest du auf der Plattform ProvenExpert